Teneriffa: Faszination Tierwelt
Der Papagei hat dem, in Puerto de la Cruz gelegenen, Loro Parque seinen Namen gegeben und ist mit seiner Papageienkollektion nicht nur der weltweit größte, sondern auch der artenreichste Park. Von den 800 Papageienarten “und Unterarten kann man 300 davon in vorbildlicher Haltung im Loro Parque erleben. Neuseeländische Bergpapageien, die so genannten “Clowns der Berge”, amüsieren mit ihren Gaukeleien, Aras gleiten in den Nachmittagsstunden durch die Luft und neu geschlüpfte Küken lösen im Geburtshaus das Kindchenschema aus. Wer glaubt, die Papageien seien die einzigen Bewohner des Parks, irrt. So findet sich im Loro Parque auch das größte Pinguinarium der Welt, das dem Lebensraum Antarktis nachgebildet ist und neben Königspinguinen, Eselspinguinen und Felsenpinguinen auch von Humbold-Pinguinen bewohnt wird. Nachdem man den Lebensraum Luft und Land erforscht hat, kann man im Loro Parque auch in die Tiefen des Meeres absteigen, um die dortigen Lebensformen zu entdecken. Gelegenheit dazu bietet zum einen das Aquarium mit seinem 18,5 m langen Unterwassertunnel, von dem aus man neben Korallenriffen und exotischen Fischen auch Rochen und Haie hautnah erleben kann. Zum anderen werden, die unter Tierschützern umstrittenen Seelöwen und Delphinshows, angeboten. Allerdings leben die Tiere in sehr weitläufigen Arealen, die genug Rückzugsmöglichkeiten bieten. Es scheint den Tieren wirklich gut zu gehen, denn die intelligenten Meeressäuger bringen immer wieder Nachwuchs zur Welt. Der Andrang ist sehr groß, deshalb empfiehlt sich der Besuch des Parks bereits in den Morgenstunden. Eine kostenlose Kartenvorbestellung erspart die Wartezeit. Man kann Delphine und Wale aber auch in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Das so genannte “Whale Watching” scheint der Tourismustrend schlechthin zu sein und fördert nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der Küstenregionen, sondern auch den Schutz der Meeressäuger. Diese Alternative zum Walfang und zu Delphinarien bietet sich vor den Küsten Teneriffas besonders an, weil hier ganzjährig über 20 verschiedene Arten von Delphinen und Walen nachgewiesen werden können, eine Artenvielfalt die man weltweit nur selten antrifft. Von ebensolcher Vielfalt zeugt auch das am Icod de los Vions gelegene Schmetterlingshaus, das das erste seiner Art in Spanien ist. Mehr als 800 exotische Schmetterlingsarten fliegen dort in einem angebauten tropischen Garten frei herum. Von den kleinsten Arten mit nur 2cm Spannweite, bis hin zum Riesenfalter, deren Flügel sich 30cm weit spannen, wird dem Beobachter ein direkter Kontakt ermöglicht. Ebenso direkt lässt sich der biologische Zyklus eines Schmetterlings vom Ei bis zur Raupe und Puppe verfolgen, wobei Besucher neben der Biologie auch etwas über die Artbedrohung und ihren Schutz erfahren. Das Schmetterlingshaus liegt außerdem direkt an dem riesigen und alten Drachenbaum, dem Wahrzeichen nicht nur von Icod, sondern von ganz Teneriffa. Obwohl Botaniker über das tatsächliche Alter des Baumes, der eigentlich ein Zwiebelgewächs ist, rätseln, ist in jedem Fall sicher, dass es der älteste Drago der Insel ist. Nicht ganz so alt, dafür umso mehr eine Attraktion für Tierfreunde, ist der Camel Park Teneriffas. Hier fühlt man sich in die Sahara versetzt und kann dieses Gefühl beim Ausritt auf einem, zum Teil vor Ort gezüchteten Dromedaren, ausleben. Ob Loro Parque, Whale Watching, Schmetterlingshaus oder Camel Park, auf Teneriffa geht es tierisch zu.
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