Lanzarote: Land und Leute

Geysir Timanfaya auf LanzaroteNur wenige Meter unter den Füßen herrschen siedendheiße Temperaturen, und im Inselinnern erstrecken sich zerklüftete Lavalandschaften. In Lanzarote ist die Urkraft des Erdkerns hautnah zu erleben. Auch einen Golfplatz hat Lanzarote vorzuweisen, er liegt an der Costa Teguise im Süden. Tennisplätze haben die meisten großen Hotelanlagen, in den Urlaubszentren stehen aber auch Courts und Kurse für alle Urlauber zur Verfügung.

Wer die Insel zu Fuß erkunden möchte, kann sich entweder geführten Gruppen anschließen oder sich auf eigene Faust auf den Weg machen. Auf alle Fälle sollten feste Schuhe und genügend Wasservorräte zur Ausrüstung gehören. Auf einer geführten Wanderung durch den Nationalpark Timanfaya erfährt man sehr viel Informatives über die Entstehung der Insel und den Vulkanismus. In Playa Blanca im Südwesten und Costa Teguise an der Ostküste finden Nachtschwärmer etliche Bars, Kneipen und kleine Restaurants, in denen man den Tag gemütlich ausklingen lassen kann.  Puerto del CarmenIn Puerto del Carmen südlich der Hauptstadt haben Urlauber die Wahl zwischen reizenden kleinen Lokalen an der Hafenpromenade und zahlreichen Discos und Bars an der Avenida de las Playas. Besonders beliebt bei Jugendlichen ist das Einkaufszentrum Atlanticò mit zahlreichen Ausgehmöglichkeiten. Das Publikum zwischen 25 und 40 wird im Waikiki fündig, Rocknostalgiker sollten das American Harley Rock Café besuchen. In Arrecife beginnt manden Abend am besten in eine Kneipen oder kleinen Bar in den Straßen rund um die Lagune Charco de San Ginés. Nicht vor Mitternacht steuert man die erste Discothek an, die sich vor allem in der Calle José Antonio und an der Playa del Reducto befinden.

La Geria : Weinbau auf LanzaroteAllen, die die kanarische Küche ausprobieren wollen, sei eine Fahrt ins Landesinnere empfohlen, wo kleine Lokale typische Eintöpfe und Schmorgerichte servieren. Faustregel: Wo viele Einheimische zusammen kommen, kann das Essen nicht schlecht sein. Gute Fischlokale gibt es beispielsweise im alten Ortskern von Puerto del Carmen, in Playa Blanca, Arrieta, El Golfo oder Orzola. Ausdauer ist einer der charakteristischen Wesenszüge der Lanzarotes. So wie damals, als im 18. Jh. der Timanfaya-Vulkan sechs Jahre lang Asche und Lava spie und ein Drittel des fruchtbaren Erdbodens unter sich begrub.  Statt in Verzweiflung zu verharren, wurden die lanzarotenischen Bauern kreativ und erfanden den Trockenfeldbau, der dem Weinanbaugebiet La Geria ein neues Gesicht gegeben hat.

KarnevalAusdauer beweisen auch die Künstler, die jedes Jahr zu Fronleichnam prachtvolle Straßengemälde aus Blumen, Sand und farbigen Salzen komponieren, etwa vor der Iglesia de San Ginés in Arrecife. Schon Wochen vorher beginnen die Künstler mit der Arbeit; während der Prozession wird sie in Minuten zerstört. Auch Feste feiern kann zu einer ausdauernden Sache werden: Erster Höhepunkt ist alljährlich der Karneval, der mit Salsa-Musik und aufwändigen Kostümen wochenlang gefeiert wird. Bei weiteren Fiestas im Jahreslauf zu Ehren der Schutzheiligen stehen Prozessionen im Mittelpunkt; die Feiern enden immer mit ausgelassenem Beisammensein, Musik und gutem Essen.   überaus prägend für die Insel und ihr Selbstverständnis war der Architekt und Künstler César Manrique, der überall Belege seines Schaffens hinterließ - wie sein Wohnhaus, das heute die Fundaciòn César Manrique beherbergt, oder das ungewöhnliche Vulkanrestaurant El Diablo. Ein Urlaub auf seinen Spuren führt den Feriengast kreuz und quer auf der Insel zu den unterschiedlichsten Örtlichkeiten.


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