Das Kulturangebot Teneriffas kann sich sehen lassen, wird man feststellen, wenn man über die zahlreichen historischen Plätze der Insel flaniert oder in das Stadtleben eintaucht. Kulturelle Höhepunkte erleben Sie insbesondere in der Hauptstadt Santa Cruz, dem kulturellen Zentrum der Kanaren. Neben zahlreichen Galerien und Museen ist die Stadt auch ein Fest für Ihre Ohren. Ob Sie sich nun zufällig beim Spaziergang durch die Straßen in einem Musikfestival wieder finden oder gezielt in der spektakulären Konzert “und Kongresshalle einem berühmten Symphonieorchester lauschen, um die Lust an Musik der Insulaner kommen Sie nicht herum. In fast jedem Ort spürt man altkanarische Sitten und südamerikanische Einflüsse, die besonders beim Zelebrieren der Fiestas zum Ausdruck kommen. Folkloregruppen heizen mit Tanz und Gesang ein und lassen die Tradition aufleben. Eine Augenweide stellen die Blumenteppiche des Fronleichnamsfestes zur Ehrung der Heiligen dar, die sie in schönster Pracht in La Orotava und La Laguna bestaunen können. Unzählige Stunden verwenden die Inselbewohner auf diese Dekoration. Ins Schwitzen kommen die Insulaner neben den Fiestas auch bei der beliebtesten Sportart der Kanarischen Insel. Bola Canaria heißt das Vergnügen und drückt sich in einem geschickten Umgang mit der Kugel aus. Natürlich fehlt auf der Insel auch der traditionelle Ringkampf der Kanaren „lucha canaria“ nicht. Die ohnehin verschleierte Kultur und Tradition der Altkanarier gibt auf Teneriffa weitere Rätsel auf. Wer glaubt Pyramiden seien das Privileg Ägyptens, wird im südlichen Güimar eines Besseren belehrt. Sechs Stufenpyramiden mit rechteckigem Grundriss stehen dort auf einem Areal von 65.000 Quadratmetern. Dieses Areal, auf dem ursprünglich neun Pyramiden standen, spornt so manchen Forscher an, herauszufinden, wie alt sie sind oder wer sie erbaut hat. Von der langlebigen Legende, einheimische Bauern hätten beim Pflügen störende Steine am Rand ihrer Felder zu Pyramiden aufgehäuft, hat man Abstand genommen. Indes konnte der Forscher Thor Heyderdahl herausfinden, dass das Baumaterial aus Lavagestein besteht. Außerdem entdeckte er die astronomische Ausrichtung der Pyramiden. Die Sommersonnenwende lässt sich von der größten Pyramide zweifach erleben. Neben aller Unklarheit herrscht seit dem Auffinden einer Gruft mit 20 Mumien der Guanchenkönige im Jahre 1995 kein Zweifel daran, dass Ureinwohner das Areal bewohnten. Ein Besuch lohnt. Schließlich kommen auch Kunsthistoriker auf ihre Kosten, denn historische Bauten durchziehen die meisten Städte und Dörfer Teneriffas. Ein absolutes Muss stellen die so genannten Casas de los Balcones dar. Diese für die Kanaren typischen Häuser, zeichnen sich durch ihre fein gedrechselten Holzbalkone aus. Aber auch die, im kanarisch-neokolonialen Stil erbaute, Basilica de Candelaria sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie beherbergt das größte Heiligtum des Archipels, die Virgen de Candelaria.