Schon in der Antike wussten Reisende die Vorzüge von Gran Canaria zu schätzen. Sie priesen das Eiland wegen seines ganzjährig milden Klimas als “Insel der Seligen” und “Insel des ewigen Frühlings”.
Vor allem im Norden wächst in grünen Tälern üppige Vegetation mit einer ganzjährigen Blütenpracht und wird so diesem Beinamen gerecht. Der Süden hingegen, wo warme Fallwinde vom Zentralgebirge herunterwehen, präsentiert sich sonnig und trocken, mit ausgedehnten Sandgebieten wie den berühmten Dunas de Maspalomas. Hier werden Urlaubsträume wahr, denn an den kilometerlangen feinen Sandstränden mit einer hervorragenden touristischen Infrastruktur erfüllt ein vielfältiges Angebot an (Fun)Sport- und Freizeitaktivitäten beinahe jeden Wunsch.
Viele Gesichter hat auch die Hauptstadt Las Palmas im Norden. Die größte Stadt des Archipels vereint auf einzigartige Weise Geschichte und Gegenwart, Geschäftsleben und Geselligkeit. Im Altstadtviertel Vengueta rund um die sehenswerte Kathedrale Santa Ana kann man die koloniale Vergangenheit der Insel aufspüren, im ehemaligen Kaufmanns- und Handwerkerviertel Triana lässt es sich hervorragend bummeln, und im Vergnügungsviertel Santa Catalina hat man die Qual der Wahl zwischen unzähligen Kneipen, Pubs und Discotheken.
Die kanarische Küche ist eine Mischung aus spanischen und altkanarischen Einflüssen. Insgesamt überwiegt eine deftige Kost, die vor allem gut sättigen sollte. In den Küstenregionen ist frischer Fisch selbstverständlicher Bestandteil, ob gebraten, gesotten oder im Eintopf. Weiter im Innern werden Fleischgerichte wie Kaninchen oder Zicklein serviert, kräftig gewürzt oder mariniert. Oder mehrere Fleischsorten werden in einem deftigen Eintopf, dem Puchero canario, mit Gemüse und Kichererbsen gekocht. Dazu wird überall Gofio serviert, gerösteter und fein gemahlener Weizen oder Mais. Dieses Pulver muss nur noch mit Wasser, Milch oder Brühe vermischt werden, es wird gesalzen oder gesüßt gegessen und kleinen Kindern ebenso vorgesetzt wie als kleiner Snack zwischendurch genossen. Eine besondere Spezialität sind Papas arrugadas, ”Schrumpelkartoffeln”, die mit Schale in extrem salzhaltigem Wasser gekocht werden. Dazu isst man entweder die scharfe Mojo rojo, ”rote Soße”, oder die mildere Mojo verde, ”grüne Soße”. Käsefreunden sei außerdem der Queso de Flor aus Guia empfohlen, ein Kuhmilchkäse, der vom Saft einer speziellen Distelblüte seinen besonderen Geschmack erhält. Der Weinanbau ist auf Gran Canaria nur noch auf eine kleine Region im Norden bei Santa Brigida beschränkt. Der hier angebaute Weiß- und Rotwein wird fast ausschließlich an Stammkunden verkauft, lediglich das Restaurant der Hotelschule in Santa Brigida schenkt den trockenen Weißwein und kräftigen Rotwein an Gäste aus.
Vor allem im Süden der Insel gibt es ein reichhaltiges (Wasser-)Sportangebot. Ob Tauchen, Segeln, Surfen oder Angeln - für jede Vorliebe gibt es entsprechende Schulen oder Ausrüster. Die Unterwasserwelt vor den Küsten bietet Tauchern attraktive Reviere und Anglern interessante Beutetiere; die stetigen Winde rund um die Insel lassen Anfänger und Profis das richtige Plätzchen zum Surfen finden. Es fällt schwer, einzelne Strände hervorzuheben, da Gran Canaria über zahlreiche wunderschöne Sandstrände verfügt. Doch am kilometerlangen Playa del Inglés finden Sonnenanbeter, Schwimmer und Funsportler bestimmt ihr kleines Paradies. Ein einsamer Traumstrand wartet im Westen auf Romantiker: die Playa de Güigüi, die nur zu Fuß oder mit dem Boot erreicht werden kann. Copacabana-Gefühl verbreitet der breite Stadtstrand von Las Palmas, die Playa de las Canteras. Für Mountainbiker stellt die Bergwelt der Insel eine echte Herausforderung dar, die zugleich wunderschöne Landschaften und Eindrücke bereithält.
Wer die Insel zu Fuß erkunden möchte, kann sich entweder geführten Gruppen anschließen oder sich auf eigene Faust auf den Weg machen. Auf alle Fälle sollten feste Schuhe und genügend Wasservorräte zur Ausrüstung gehören. Auf mehreren Golfplätzen können Spieler ihr Handicap verbessern - der Platz El Cortijo Club de Campo war im April 2002 Austragungsort der Spanish Open und bietet Hobby-Golfern einen anspruchsvollen Parcour in reizvoller Landschaft. Tennisplätze haben die meisten großen Hotelanlagen, im Süden stehen verschiedene Courts und Kurse für alle Urlauber zur Verfügung.
Die größte Auswahl an abendlichen Vergnügungen hat man auf Gran Canaria in Playa del Inglés an der Südspitze der Insel sowie in der Hauptstadt Las Palmas im Nordosten. Vor allem in Playa del Inglés haben Nachtschwärmer die Qual der Wahl zwischen unzähligen Restaurants, Pubs, Kneipen, Clubs und Discotheken. Am besten beginnt man den Abend in einem Straßencafé oder kleinen Bar zum Aufwärmen, ehe man gegen 21 Uhr ein Lokal zum Essen aufsucht und nicht vor Mitternacht die erste Discothek ansteuert. Vor allem in den großen Einkaufszentren Yumbo, Cita und Kasbah reihen sich die Ausgehmöglichkeiten dicht an dicht. Besonders beliebt bei Jugendlichen ist das Bananas, das Publikum zwischen 25 und 40 wird im Pacha fündig, und Rocknostalgiker sollten das Turbo Pub besuchen. In der Hauptstadt konzentriert sich das Nachtleben vor allem auf das Viertel Santa Catalina zwischen Strandpromenade und Parque Santa Catalina - angeblich gibt es in keiner anderen Stadt Spaniens im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Lokale, Bars und Clubs. Hier ist für jede Altersklasse etwas dabei. Spielernaturen können im Casino des Hotels Santa Catalina bei Roulette, Black Jack oder am Einarmigen Banditen ihr Glück versuchen.
Wer typisch kanarische Gerichte kennen lernen möchte, sollte in den Norden der Insel fahren. An der Küste bietet fast jeder Ort, der über einen kleinen Hafen verfügt, fangfrischen Fisch günstig an, im Landesinnern kommen vor allem deftige Fleischgerichte auf den Tisch. Als Faustregel gilt: Wo viele Einheimische zusammen kommen, kann das Essen nicht schlecht sein! Fantastische Sandstrände und exotische Pflanzenwelten, schmucke Altstädte und schroffe Schluchten - die “Insel der Glückseligen” des Altertums hat viel zu bieten. Als schönstes Tal Gran Canarias gilt das Valle de Agaete im Nordwesten: die üppige subtropische Vegetation und steilen Felswände bilden einen reizvollen Kontrast. Teror im nördlichen Inselinnern beherbert mit der Basilica de Nuestra Senora del Pino nicht nur den wichtigsten Wallfahrtsort der Insel, sondern auch eine äußerst sehenswerte Altstadt. In den typischen engen Gassen demonstrieren kunstvoll verzierte Holzbalkons und -erker den ehemaligen Reichtum der Besitzer. Steile Treppen und stimmungsvolle Plätze prägen das Stadtbild. Zu den schönsten und lebendigsten Kulturgütern der Insel gehören die vielen Feste und Bräuche: Im Sommer begeht jede Stadt und jedes Dorf mit ausgiebigen Feierlichkeiten, viel Musik und gutem Essen den Tag des Schutzheiligen. Beinahe jede Woche findet in einem anderen Ort ein solches Patronatsfest statt, das in der Regel mit einem sehenswerten Feuerwerk beendet wird. Doch der Höhepunkt eines jeden Festjahres ist der Karneval, der mit lateinamerikanischen Rhythmen, aufwändigen Kostümen und fantasievollen Beiträgen wochenlang ausgiebig gefeiert wird.
Hohe Felsmassive, die von bizarren Schluchten durchzogen werden liegen neben grünen Landstrichen, die europäische, amerikanische oder afrikanische Vegetation vorweisen. An wüstenartige Zonen schließen sich die dichten Pinienwälder der Hochebenen an. An den Küsten finden sich weiße Strände, im Inneren sind die schwarzen Vulkane zu besichtigen, die den Bergen ihre auffälligen Formen gaben. Da die Natur überall auf der Insel gut zugänglich ist, ist Gran Canaria ein hervorragender Standpunkt für Wandern oder Bergsport. Über ein Netz von ausgeschilderten Wanderwegen lässt sich die Natur hier optimal erkunden.
Auch wenn die wilden und steilen Gebiete des Inneren ein beeindruckendes Naturschauspiel und wunderschöne Ausblicke garantieren, so sind doch Hauptattraktion der kanarischen Urlaubsinsel die Strände des Küstenstreifens. Maspalomas ist vielleicht der schönste, zumindest doch der bekannteste der herrlichen Strände dieser Insel. Feiner weißer Sand auf 6 Kilometern Länge und ruhiges azurblaues Meer - ein Paradies, das zu ausgedehnten Sonnenbädern und Badevergnügen einlädt, besonders auch während des europäischen Winters. Denn gerade der Süden der Insel ist fast das ganze Jahr hindurch wolkenfrei und hat ein exzellentes Klima. Entlang des Strandes finden sich neben den zahlreich Hotelanlagen und Appartements auch schöne Palmengärten und sogar einen Süßwassersee.
Wer etwas weniger Trubel sucht, trotzdem aber nicht auf die gute touristischen Infrastruktur verzichten möchte, der ist in Puerto Rico oder Morgan richtig. Hier findet man sowohl einen modernen Yachthafen als auch die traditionelle Bauweise und das idyllische Flair eines alten Fischerdorfes. Weitere beliebte Strände sind darüber hinaus Galdar, mit seiner bizarren Steilküste, Playa de la Canteras, ein feiner Sandstrand in der Nähe der Hauptstadt Las Palmas, Playa de las Nieves, der seinen Namen von den schneebedeckten Bergen im Hintergrund erhielt und die Costa de Banaderos, mit abgeschieden, kleinen Buchten. Diese gelungene Kombination aus Strandidyll und Naturerlebnis macht Gran Canaria zum Urlaubsziel mehrerer Millionen Besucher im Jahr.
Neben den traumhaften Stränden auf Gran Canaria hat die Insel auch an malerischen Städten und beachtlichen Kunstwerken etwas zu bieten. Die größte Stadt und zugleich Hauptstadt der Insel ist Las Palmas. Hier befindet sich zudem auch einer der wichtigsten Häfen des Atlantik. Im Jahr 1478 wurde die Stadt von Königin Isabella der Katholischen gegründet . Bis heute ist der historische Stadtkern erhalten geblieben.
Im Innenhof des Gotteshauses liegt der Patio de los Naranjos: der Orangengarten, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Im Besitz der Kathedrale befinden sich außerdem vielfältige Kunstschätze, welche sich entweder in der Kirche selbst oder aber im Diözesanmuseum besichtigen lassen. Das Museum wurde 1984 eingeweiht und beherbergt eine Reihe von interessanten Gemälden und Goldschmiedearbeiten, die Aufschluss über die sakrale Kunstgeschichte der Insel geben.
Die Atmosphäre der Hauptstadt ist fröhlich und lebendig, und zeugt von einer Bevölkerung mit südländischem Temperament. Der mediterrane Charakter kommt vor allem um den Canteras Strand zur Geltung. Eine Promenade voll von Licht und Leben, welche die Stadt mit dem Meer verbindet und wo man noch bis spät in die Nacht hinein flanieren kann. Das kulturelle Angebot der Stadt mit seiner hervorragenden Gastronomie und viele folkloristische Feierlichkeiten runden einen Besuch ab.
Weitere schöne Städte sind Fataga und Santa Lucia deren Gebäude sich in strahlendem Weiß inmitten der Palmenhaine erheben, die von den hohen Felsmassiven umgeben sind. An den Hängen der Gebirgen gibt es zahllose malerische Bergdörfer zu entdecken, in denen das Leben größtenteils noch in seiner ursprünglichen, traditionellen Form verläuft und vom Tourismus unberührt blieb.
Trotz der langen Golf Tradition auf Gran Canaria entwickelten sich die heutigen topmodernen Plätze erst in den letzten Jahren. Heute gibt es auf Gran Canaria 6 Golfplätze 3 im Norden der Insel und 3 im Süden. In Kürze werden 4 weitere Golfplätze fertig gestellt, die zurzeit errichtet werden. Als wäre der wunderschöne Ausblick und das perfekte Wetter auf Gran Canaria nicht Anreiz genug hier ein Spielchen zu wagen gibt es noch einen weiteren großen Vorteil: Das Greenfee der 18 Loch Plätze liegt hier bei etwa 50 Euro in der Tiefsaison (zwischen Mai und September) und 70 Euro in den restlichen Monaten. Dieser Preis ist absolut konkurrenzfähig und liegt unter dem Durchschnitt anderer europäischer Top Locations.
1) Real Club de Golf Las Palmas