Fuerteventura: Mentalität der Inselbewohner

Der Artikel Fuerteventura: Mentalität der Inselbewohner wurde in der Kategorie Fuerteventura veröffentlicht. Keine Kommentare »

Man würde von überdurchschnittlicher Gastfreundschaft sprechen, wenn man als Deutscher von der Mentalität der Inselbewohner Fuerteventuras sprechen würde.Tatsächlich entspricht diese angenehme Umgangsweise der Einwohner ihrem Naturel, es ist weder gekünstelt noch auf den vom Touristen erhofften Profit gemünzt. Hektik und Stress wird man unter den Menschen kaum finden, alles wird mit Ruhe und Gelassenheit in Angriff genommen. Über eine Verspätung  eines Verkehrmittels wird sich nicht aufgeregt, warum auch, kann man die Zeit doch nutzen um kurze Gespräche mit den Mitwartenden zu führen. Fast befremdlich wirkt es auf einen stressgeplagten Deutschen, der jede Stunde seines Tages verplant. Die religiösen Insulaner sind sehr lebensfrohe Menschen, davon zeugen die zahlreichen Fiestas, die das ganze Jahr über stattfinden. Selbst religiöse Feste, wie das Dreikönigsfest am 6. Januar sind weit vom frommen, strengen  Ritus entfernt. Spektakuläre Umzüge kann man in sehr vielen Orten der Insel erleben.  Schon im darauf folgenden Monat, wird in Puerto del Rosario der Karneval begangen, bei dem sich die Feiernden in Betttücher hüllen. Wer sich mitreißen lässt, sollte genau hinschauen, wenn er sich einen Tanzpartner sucht, denn nicht alles, was wie eine Frau aussieht, muss eine sein. Offenheit und Selbstironie scheint der Seele Fuerteventuras innezuwohnen. So tanzen sich die Einheimischen noch über das ganze Jahr hindurch, denn nahezu jeder Monat bietet Anlass dazu.

AddThis Social Bookmark Button

Fuerteventura: Die Geschichte der Insel

Der Artikel Fuerteventura: Die Geschichte der Insel wurde in der Kategorie Fuerteventura veröffentlicht. Keine Kommentare »

Der Normanne Jean de BéthencourtMit ihren 1.732 km2 ist Fuerteventura die zweitgrößte und dabei älteste Insel der Kanaren. Sie ist vulkanischen Ursprungs und nahezu gleichzeitig mit Lanzarote vor etwa 20 Mio. Jahren entstanden.über die erste Besiedlung der Insel streiten sich die Gemüter. Während in einigen geschichtlichen Quellen davon ausgegangen wird, dass die erste Besiedlung um das 11. Jahrhundert v. Chr. durch phönizische Seefahrer erfolgt ist, und andere gar annehmen, dass es keine Ureinwohner gegeben hat, ist doch eher zu vermuten, dass das Gegenteil der Fall gewesen ist. Davon zeugen ihre Spuren auf der gesamten Insel, die Archäologen und Anthropologen nachgewiesen haben und die bis heute auf ihren Ursprung verweisen. Mutmaßlich kamen die ersten Bewohner der Insel gegen Ende der Steinzeit aus dem nordwestlichen Afrika, gefolgt von mehreren Einwanderungswellen von afrikanischen Berberstämmen des früheren mediterranen Typs.  Diese sollen die Bevölkerung der Guanchen gebildet haben, die auf Fuerteventura Majos benannt wurden. Mit der Hauptmotivation des Sklavenhandels kamen ab den 13. Jh. vermehrt Spanier und Portugiesen auf die Insel, die auch Gold vermuteten. Ein großer Teil der Bevölkerung wurde in die Sklaverei abtransportiert.  Nach erfolgreicher Unterwerfung der Insel Lanzarote, landet 1402 der Normanne Jean de Béthencourt auf Fuerteventura und gründet 1405 die damalige Hauptstadt Betancuria. Das 15 Jh. bedeutete für Fuerteventura, wie für alle anderen kanarischen Inseln die totale Eroberung durch das spanische Königreich, die mit der Königsdynastie Schluss machte und mit einer weiteren Ausrottung der Urbevölkerung einherging. Anders als die fruchtbaren Inseln der Kanaren, wurde Fuerteventura wie auch Lanzarote nicht direkt von der spanischen Königin Isabella verwaltet, sondern von Feudalherren kontrolliert, die die Insel nieder gewirtschaftet haben und die Urbevölkerung durch hohe Abgaben in die Armut trieben. In Folge der Ausbeutung der Insel konnte kein Ackerbau mehr betrieben werden, das Land wurde kahl und karg, zusätzliche Piratenangriffe taten ihr übriges. Im 17 Jh. sind auf der Insel nicht einmal 1000 Ureinwohner übrig geblieben. Ein Großteil ist der Versklavung zum Opfer gefallen, ein weiterer Teil hatte die Flucht ergriffen. Am Anfang des 19. Jh. wurden die Kanaren zur Freihandelszone erklärt, die Landwirtschaft Fuerteventuras von Madrid aus wieder angekurbelt. Wirtschaftlich bergauf ging es allerdings erst in den 1960er Jahren, als der Tourismus sich langsam entfaltete und seinen Boom schließlich in den 80ern und 90ern fand.

AddThis Social Bookmark Button

Fuerteventura: Klima

Der Artikel Fuerteventura: Klima wurde in der Kategorie Fuerteventura veröffentlicht. Keine Kommentare »

Ein Satellitenbild der NASA zeigt einen Saharasturm der in Richtung Kanaren ziehtVon allen kanarischen Inseln ist Fuerteventura dem afrikanischen Kontinent am nächsten gelegen. Die Entfernung von nur 100 km hat klimatisch zu Folge, dass die Insel im Gegensatz zu Gran Canaria von einer Hitzewelle aus Afrika heimgesucht wird. Verantwortlich dafür ist ein heißer Südostwind aus der Sahara, auch Scirocco genannt, der die Temperaturen schon um 10°C ansteigen lassen kann und für eine extrem trockene Luft sorgt. Dieses besondere Phänomen verwandelt das Erscheinungsbild der Insel.  Ein feiner Teppich aus Saharasand legt sich über die Insel nieder und verdunkelt den Himmel, so dass sich die Sicht auf 100 bis 200m begrenzt. Ein weiteres Mitbringsel aus Afrika sind Wanderheuschrecken. Wenn die Inselbewohner von Calima sprechen, ist davon auszugehen, dass sich gerade dieser Wetterzustand über Fuerteventura breit gemacht hat. Ein weiterer Unterschied zu allen weiteren kanarischen Inseln ist der, dass -ähnlich wie auf Lanzarote- das ganze Jahr über fast kein Regen fällt. Mit nur 147 mm pro Jahr ist Fuerteventura die niederschlagsärmste Insel der Kanaren. Trotz dieser Besonderheiten herrscht auf Fuerteventura fast das ganze Jahr über frühlingshaftes Wetter mit Tagestemperaturen von 19°C. Das Meer gleicht hohe Temperaturen aus und  Passatwinde sorgen dafür, dass heiße Luftmassen aus der Sahara nicht zu oft die Insel heimsuchen.

AddThis Social Bookmark Button

Freizeitangebote auf Fuerteventura

Der Artikel Freizeitangebote auf Fuerteventura wurde in der Kategorie Fuerteventura veröffentlicht. Keine Kommentare »

Der Strand von Jandia auf FuerteventuraWelcher Tourist kennt das nicht, das Flugzeug fliegt das Reiseziel an und neugierig schweift der Blick aus dem Fenster, um den ersten Eindruck vom bevorstehenden Urlaub zu erhaschen.  Wer dann auf die zweitgrößte Insel der Kanaren aus der Luft hinunterblickt, stellt fest, dass Fuerteventura eine flache und sehr ebene Insel ist. Kahl und sandig, mit nur wenig kontrastreichen Farben und ablenkender Vielfalt, präsentiert sich Fuerteventura mit seinen weitflächigen grau-braunen Tönen als wüstenartiges Gebilde, das von der unmittelbaren Nähe zur Afrika zeugt. Demjenigen, der sich daraufhin enttäuscht in seine Hotelanlage begibt, um diese dann mit dem dortigen “all inclusive” Angebot nie wieder zu verlassen, entgeht so manches. Die scheinbar triste Insel hat so einiges vorzuweisen, was das hungrige Touristenherz begehrt. Ob nun die endloslangen weißen Strände, die idyllischen Hafenstädte, die romantischen Fischerdörfer, das einheimische Essen, das vielfältige Freizeitangebot, die Kultur oder Geschichte, ein Urlaub auf  Fuerteventura loht auf jeden Fall. 

Flacher und weiter Sandstrand auf FuerteventuraNicht umsonst trägt Fuerteventura den Beinamen “Badeinsel”. Unter allen sieben kanarischen Inseln weist Fuerteventura die schönsten und längsten Küsten auf, die mit feinsandigen Stränden und wundervollem Wasser überzeugen. So besuchen jährlich etwa 1 Million ausländische Touristen die Insel, die selbst nur 31.000 Einwohner hat. über 60% der Urlauber kommen aus Deutschland, gefolgt von Engländern und Skandinaviern.

Insbesondere Sportbegeisterte werden angelockt, denn vom Windsurfen bis hin zum traditionellen Ringen der Einwohner, bietet Fuerteventura so ziemlich alles, was man von einem attraktiven Freizeit und Sportangebot erwartet. Der nahezu permanente, kräftige Wind und die hohen Wellen machen die Insel zu einem Surfparadies, das nicht nur Könner für sich nutzten können.   Während die Profis auf der Costa Calma oder der Playa Barca, dem Eldorado für Surfer mit meist ablandigen Winden, ihrer Passion nachgehen, können Anfänger z.B. an der Caleta de Fustes ihr Glück versuchen, wo die Winde nicht so stark sind.

Fischreiche Gewässer laden zum tauchen vor Fuerteventura einFür Taucher gibt es schöne Reviere im Norden zwischen Corralejo und der vorgelagerten Insel Lobos, wo sie abtauchen können, um die vielen Grotten in der erkalteten Lava zu bewundern oder sich an dem Fischreichtum zu erquicken. Etwas, was auch die Angelbegeisterten erfreut, denn auch die Gewässer um die Kanaren sind allgemein sehr fischreich. Doch nicht nur Wasserratten kommen auf ihre Kosten. Wer zum Beispiel gerne abhebt, kann es mit Paragliding versuchen, wer lieber auf dem Boden bleibt, hat die Qual der Wahl zwischen Reiten, Golfen, einer Jeep Safari, Tennis und einigem mehr.

Betancouria auf FuerteventuraNaturfreunde können sich im Zoologischen Garten oder dem unter Naturschutz stehenden Dünenpark wieder finden. Aber nicht nur das Sportangebot will entdeckt werden. Auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten warten darauf ergründet und erlebt zu werden. So beeindruckt das romantische Fischerdorf Ajuy an der Westküste mit seinen guten Fischrestaurants und der Brandung der Westküste, die besonders an stürmischen Tagen sehenswert ist. Auch den nahe gelegenen Höhlen, die die Brandung des Atlantischen Ozeans in den Fels geschlagen hat, sollte man einen Besuch abstatten. Lohnenswert wäre auch ein Ausflug entlang der Bergstrasse Fv30 in die Berglandschaft der Insel, deren kahles und raues Erscheinungsbild vom besonderen Reiz ist.  Über diese Strasse gelangt man auch in die alte Hauptstadt der Insel Betancuria, die sich malerisch in ein grünes, windgeschütztes Tal einbettet.  Der mittelalterliche Charme dieser Stadt ist auf normannische und spanische Siedler vor rund 600 Jahren zurückzuführen. Von dem normannischen Eroberer Jean de Béthencourt 1405 gegründet und nach diesem benannt, wuchs die Stadt zu wichtigen Größe heran. Heute zeugen nur noch einige kunsthistorisch wertvolle Gebäude von jener Zeit.  Die Hauptstadtfunktion hat jetzt Puerto del Rosario, eine eher ruhige, verschlafene Stadt, deren Stadtbild durch Hafenanlagen beherrscht wird. Wer noch tiefer in die Geschichte Fuerteventuras blicken möchte, sollte sich die Zeichnungen und Felsmalereinen der Guanchen, die Ureinwohner der Insel, nicht entgehen lassen. Vor dem Hintergrund der völligen Ausrottung durch die spanischen Eroberer, stellen sie ein wertvolles geschichtliches Zeugnis dar, das man zum Beispiel in Montana Tindaya oder Barranco del Cavadero erleben kann. 
Das Wrack der SS American Star vor FuerteventuraMindestens genauso abenteuerlich kann die Besichtigung des Wracks des Luxusliners “American Star” sein, das in 100 Metern vor der Küste zwischen dem Strand- Abschnitt Playa de la Solapa und der Playa de Garcey liegt. Am 18. Januar 1994 aus unerklärlichen Gründen dort aufgelaufen, rostet das Wrack seitdem vor sich hin und bietet dem Betrachter am Strand, umrahmt durch eine raue Kulisse, einen imposanten Eindruck. Zu ernst sollte man die Besichtigung allerdings nicht nehmen, verrostete, spitze Teile in unmittelbarer Nähe zum Wrack kosteten so manchen Touristen  auf seiner Schwimmstrecke das Leben.

Ob man Kultur nun in Pajara erlebt, deren Gutshäuser mit den typisch kanarischen Holzbalkonen das Auge des Touristen erfreuen, ob in La Olivia, deren Straßen mit Palmen, Akazien und historischen Bauten des 18. und 19. Jahrhunderts das Bild der Stadt prägen, eines steht fest, man muss nicht unbedingt am südlichsten Punkt Fuerteventuras den Leuchtturm von Jandia besteigen, um festzustellen das die Insel von West nach Ost, von Süd nach Nord so einiges an Sehenswerten zu bieten hat. 

Das Nachtleben von Corralejo auf FuerteventuraAber auch diejenigen, die nach sportlicher Betätigung und Besichtigung der Insel noch nicht müde sind und ins Nachtleben abtauchen möchten, werden nicht enttäuscht. Obschon es keine riesigen Vergnügungszentren wie in den Massentourismus-Plätzen auf dem Festland gibt und auch sonst alles überschaubarer ist, als auf den anderen kanarischen Inseln, bietet Fuerteventura dennoch für jeden Geschmack etwas an. Individueller und persönlicher geht es in den Bierkneipen, Musikbars oder den kanarischen Tavernen zu, als anderswo, was aber nicht heißt, dass man keine Gelegenheit hat das Tanzbein zu schwingen. Viel Abwechslung wird zum Beispiel in dem nördlichen Ort Corralejo geboten, wo vor allem junge Menschen zwischen zahlreichen Clubs entscheiden können. Ob Waikiki-Bar, Tequila oder La Cara, im Ort der Aktionsurlauber ist immer was los. Ältere Semester kommen zum Beispiel im Rock Café auf ihre Kosten. Weit verbreitet, da auch bei den Einheimischen sehr beliebt, sind auch Karaoke-Kneipen, die in nahezu allen Gebieten anzutreffen sind. Ansonsten befinden sich die meisten Diskotheken direkt in den Ferienanlagen oder Ferienzentren. 

Die Nachbildung von Guanchen - den ausgerotteten Ur-CanariosAll das kann also an dem Pauschaltouristen, der seine “all inclusive” Reise angetreten hat und sich hinter den Hotelmauern der Entspannung widmet, vorüberziehen. Er wird nicht in den Genuss von sehr gutem, einheimischen Essen kommen, wird nicht die Kultur des Landes kennen lernen, geschweige denn Kontakte zu den Einheimischen aufbauen. Er wird nach Hause fliegen und es wird keinen Unterschied machen, ob er nun auf Fuerteventura oder in der Türkei gewesen ist. Bedauernswert, nicht nur für den Touristen, denn solches Reiseverhalten zieht auch negative Folgen für die heimische Wirtschaft nach sich. Unglücklicherweise wird diese Entwicklung von den großen Tourismusveranstaltern vorangetrieben, in dem sie ganze Landstriche aufkaufen, Politiker für sich gewinnen und aus Profitgier und zunehmender Konkurrenz der Billiganbieter untereinander, die Angebote außerhalb der Hotelanlage als fragwürdig, schmutzig und sogar gefährlich abwerten und damit ihre Pleite bewirken. Fuerteventura ist unter den kanarischen Inseln insbesondere betroffen, denn mit 45 Hotelanlagen mit samt 43.000 Betten, liegt die Insel an der Spitze der “all inclusive” Anbieter. Die verheerenden Folgen lassen sich an dem Ort Jandia aufzeigen, wo sich 80% dieser Hotelanlagen befinden. Kneipen, Restaurants, Basare, Cafeterias oder Supermärkte, in nur 18 Monaten haben 70 Geschäfte auf Grund des neuen Tourismusverhaltens schließen müssen. 
Das Land und die Leute wollen entdeckt werdenDas paradoxe ist, das selbst die Hotelbetreiber langfristig gesehen nicht davon profitieren werden, denn wenn nicht mit Fuerteventura als Ort, sondern nur mit “Hauptsache billig” geworben wird, dann wird der Tourist auf günstigere Angebote der Schwellenländer ausweichen können, denn Hotelanlagen können überall die gleichen Standards bieten. Ist es die Hotelanlage, in die wir uns um Urlaub verlieben, oder ist es nicht eher doch das Land mit seinen Besonderheiten, seiner Kultur und seinen Menschen? Ein Prozess des Umdenkens scheint zwingend erforderlich.

AddThis Social Bookmark Button

Fuerteventura: Land und Leute

Der Artikel Fuerteventura: Land und Leute wurde in der Kategorie Fuerteventura veröffentlicht. Keine Kommentare »

Wilde Natur auf FuerteventuraTraumhafte Strände und geheimnisvoll schillernde Lavalandschaften, kristallklares Wasser und meterhohe Wellen. Auf der zweitgrößten Kanareninsel schuf die Natur eine einzigartige Symbiose aus Meer, Land und Luft. Kilometerlange phantastische Sandstrände säumen die Küste und schimmern in allen Farbtönen von strahlend weiß über zartgelb bis gold: In den meterhohen, feinsandigen Dünen von Corralejo im Norden und an den kilometerlangen Samtstränden auf der Halbinsel Jandia im Süden finden Sonnensuchende ihr Urlaubsparadies; die konstanten Winde der Westküste lassen Surferherzen höher schlagen. Von Nord nach Süd zieht sich durch das rund 120 Kilometer lange und maximal 30 Kilometer breite Eiland eine dunkle Gebirgskette, faszinierender und zugleich Respekt einflößender Zeuge des Vulkanismus, dem auch Fuerteventura seine Entstehung verdankt. An den Hängen dieser Berge bieten sich malerische Dörfer wie Vega de Rio Palmas mit hunderten Dattelpalmen, Valle de Santa Inés mit beeindruckenden Terrassenfeldern oder die alte Hauptstadt Betancuria mit ihrem denkmalgeschützten Ortskern als lohnende Ziele für Tagesausflüge an.

Das Wrack der American Star vor FuerteventuraDie tiefen Schluchten der alten Vulkankegel hingegen sind zu grünen Tälern geworden, in denen Wander- und Naturfreunde auf ihre Kosten kommen. Die zweitgrößte kanarische Insel ist zugleich die am dünnsten besiedelte - viel Platz für Natur also, die es in allen ihren Spielarten zu entdecken gilt. Käsefreunden sei der Ziegenkäse aus Fuerteventura empfohlen. Er erhielt als einziger Käse Spaniens ein staatliches Gütesiegel. Der frische, weiche Käse heißt Queso fresco, je länger er reift, desto fester und ausgeprägter wird er. Der Queso curado hat ein halbes Jahr geruht und ähnelt in der Konsistenz Parmesan.

Caleta Negra auf FuerteventuraIn den größeren und kleineren Orten entlang der Küste ist auch die Auswahl an Restaurants am größten. Gute Fischlokale gibt es beispielsweise in Pozo Negro, Las Playitas, Tarajalejo, Puerto de la Cruz, La Pared, Ajuy und Cotillo. Allen, die die kanarische Küche ausprobieren wollen, sei eine Fahrt ins Landesinnere empfohlen, wo kleine Lokale typische Eintöpfe und Schmorgerichte servieren. Faustregel: Wo viele Einheimische zusammen kommen, kann das Essen nicht schlecht sein!La Oliva FuerteventuraDies gilt auch für die Hauptstadt Puerto del Rosario, wo sich die einheimische Bevölkerung zum Feierabend in Tapas-Bars und Kneipen trifft, um über die Ereignisse des Tages bei einem gemütlichen Glas Vino oder Bier zu plaudern. Rund um die traumhafte Küste Fuerteventuras gibt es ein reichhaltiges (Wasser-)Sportangebot. Ob Tauchen, Hochseeangeln, Segeln oder Surfen - für jede Vorliebe gibt es entsprechende Schulen oder Ausrüster. In der Meerenge des Nordens liegen beeindruckende Tauchreviere mit bizarren Lavaformationen und bunten Fischschwärmen. Eigentlich an allen Küsten kann man segeln oder surfen, es kommt nur darauf an, welche Schwierigkeitsgrade man sich zutraut. Denn die stetigen Winde rund um die Insel lassen sowohl Anfänger als auch Profis das richtige Plätzchen zum Windsurfen oder Segeln finden - manche nennen Fuerteventura auch das ”europäische Hawaii”. Windsurf-Profis versuchen sich sogar an der überquerung nach Lanzarote.

Tauchen auf FuerteventuraEinen Golfplatz besitzt die Insel bereits, er liegt in La Pared an der Westküste. Architekt Juan Catarimeau berücksichtigte bei der Gestaltung besonders den stetigen Wind, so dass lange Grüns und viele Bäume den Parcour prägen. Fuerteventura besitzt so viele Ferienclubs wie keine andere kanarische Insel. Diese Anlagen bieten ihren Gästen die unterschiedlichsten Sportmöglichkeiten, von Aerobic bis Reiten, von Tennis bis Volleyball. Wer die Insel zu Fuß erkunden möchte, kann sich entweder geführten Gruppen anschließen oder sich auf eigene Faust auf den Weg machen. Auf alle Fälle sollten feste Schuhe und genügend Wasservorräte zur Ausrüstung gehören. Am lieblichsten ist die Landschaft im Januar bis April, wenn die Ebenen und Hügel mit zartem Blütenschmuck bedeckt sind, während der anderen Monate fasziniert der raue Charme der erkalteten Lavaströme und rostroten Felskämme. Vor allem in den Urlaubsorten Jandia Playa im Süden, Caleta de Fustes im Osten und Corralejo im Norden gibt es etliche Discotheken und Bars, in denen Tanzwillige die Nacht zum Tag machen können.Morro Jable mit Yachthafen auf FuerteventuraBesonders beliebt in Jandia Playa sind die Disco Stella, die zur Stella Canaris-Anlage gehört, und das Angel’’s beim Aparthotel Atlántica. Die Edel-Disco La Polca am Ortseingang von Caleta de Fustes füllt sich in der Regel erst nach Mitternacht. Doch die größte Auswahl an Clubs, Kneipen und Cocktailbars findet man in Corralejo. Vor allem rund um das Einkaufszentrum Centro Atlantico treffen sich die Nachtschwärmer getreu dem Motto ”Sehen und Gesehen werden”.

Laforte Ventura, “starkes Abenteuer”, steht auf der Landkarte von 1339, auf der Fuerteventura erstmals verzeichnet ist. Den Namen hat die Insel behalten, und noch heute kann jeder Besucher sein eigenes kleines Urlaubsabenteuer hier erleben. Ein Ausflug zu den einsamen Traumstränden und ursprünglichen Orten im Südwesten der Insel führt durch eine wunderbare Sand- und Dünenlandschaft, in der man völlig allein ist mit sich und der Natur. Die Fahrt sollte nur mit dem Geländewagen unternommen werden, da etliche Wege nicht asphaltiert sind. Bei einer Wanderung durch die Lavaberge im Inselinnern hingegen fühlt man sich in eine geisterhafte Mondlandschaft versetzt. Die archaische Kraft der Gesteinsformationen nimmt jeden Betrachter gefangen. Inmitten der dunklen Berge heben sich die weißen Häuser der Orte leuchtend hervor. Hier findet der Besucher typisch kanarische Architektur, liebevoll hergerichtete Museen und sehenswerte Kirchen.

Einsamer Strand auf FuerteventuraLetztere bilden meist das Zentrum der zahlreichen Feste, die während des Sommers gefeiert werden. Denn zu den schönsten und lebendigsten Kulturgütern Fuerteventuras gehören die vielen religiösen und profanen Festlichkeiten: Jede Stadt und jedes Dorf begeht mit ausgiebigen Feiern, viel Musik und gutem Essen den Tag des Schutzheiligen. Beinahe jede Woche findet in einem anderen Ort ein solches Patronatsfest statt, das in der Regel mit einem sehenswerten Feuerwerk beendet wird.

AddThis Social Bookmark Button

Fuerteventura: Sonne, Sand und Meer

Der Artikel Fuerteventura: Sonne, Sand und Meer wurde in der Kategorie Fuerteventura veröffentlicht. Keine Kommentare »

Der Strand von Morro Jable auf FuerteventuraSonne, Meer und endlose Sandstrände, das ist Fuerteventura. Die Insel verfügt über die weitläufigsten Strände aller kanarischen Inseln. Der weiße Sand und das leuchtend blaue Wasser erinnern eher an karibische Inselparadiese, als an die spanische Küste. Somit stehen auch Strandaktivitäten und entspanntes Sonnenbaden im Mittelpunkt. Es gibt noch zahlreiche Strände an denen man kilometerlang spazieren kann, ohne dabei einer Menschenseele zu begegnen. Das Wasser ist aufgrund der Plattform von Fuerteventura, die die Insel wie ein Ring umschließt fast immer flach abfallend und ermöglicht ungefährliches Baden. Das Meer ist hier kristallklar und für seine türkis strahlende Farbkraft berühmt.

Besonders um die großen Touristenzentren im Süden der Insel lässt das Angebot an Wassersport keine Wünsche offen. Die facettenreiche Meeresfauna garantiert darüber hinaus ein unvergessliches Taucherlebnis. Zu den beliebtesten Sportarten zählt das Windsurfen, für das Fuerteventura die perfekten Konditionen bietet. Wiederholt wurden auf der südliche Halbinsel Jandia bereits Meisterschaften ausgetragen und jährlich zieht es Tausende von Amateuren zum Surfen hinaus aufs Meer.

Schwarzer Strand auf FuerteventuraAuch wenn sich die berühmtesten Strände der Insel wie etwa Playa de Sotavento oder Barlovento im Süden befinden, so hat auch der Norden Fuerteventuras eine gut ausgebaute Infrastruktur, um den Ansprüchen der Inselbesucher gerecht zu werden. Die ausgedehnten Dünenstrände von Caleta de Fustes sind ein attraktives Urlaubsziel. Im Zentrum der kleinen Stadt befindet sich ein alter Fischereihafen, in dem es vorzügliche Fischspezialitäten zu essen gibt und von wo aus man Bootsausflüge nach Lanzarote oder zur Vulkaninsel Lobos unternehmen kann.

Die Landschaft Fuerteventuras gleicht mit ihren goldfarbenen Stränden, der eher kargen Vegetation und den zum Meer hin sanft abfallenden Hügel einer Wüste. Dies ist zurückzuführen auf die Nähe zum afrikanischen Kontinent: die Entfernung beträgt lediglich 115 Kilometer. Millionen von Jahren haben Erosion und geringe Niederschläge das schroffe, zerklüftete Landschaftsbild der Insel geprägt. Auch wenn es hier nicht die üppige Pflanzenwelt der anderen Kanaren gibt, so trägt die rau-romantische Landschaft durchaus zum Charme der Insel bei. Darüber hinaus entstanden in dem trockenen Klima außergewöhnliche Ökosysteme in denen einige seltene Pflanzen existieren.

La Oliva FuerteventuraIm Hinterland der Insel laden einige der schönsten kanarischen Bergdörfer zu Ausflügen ein. Bemerkenswert ist vor allem Betancuria, das sein Aussehen seit seiner Erbauung im 15. Jahrhundert nur minimal verändert hat. Hier lohnt sich die Besichtigung der Kirche Santa Maria und des Archäologischen Museums. Daneben sind Pajara und Antigua erwähnenswert. Hier wird der Zauber der Insel und die traditionelle Lebensweise der wenigen Inselbewohner spürbar. Da sich aufgrund des Klimas auf Fuerteventura kaum Landwirtschaft ansiedeln konnte, legt auch die Bevölkerungsdichte deutlich unter der der Nachbarinseln.
Morro JableStatt von Menschen wird die Insel von Windmühlen bevölkert und neben dem Tourismus widmet sich die Wirtschaft verstärkt der Ziegenhaltung und der Herstellung des köstlichen traditionellen Käses, der als der Beste des gesamten Archipels gilt.

AddThis Social Bookmark Button




Kanarische Kochrezepte und wichtige Adressen auf den Kanaren